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#11
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Sehe Ben als den faszinierendsten Charakter der Serie. Er ist die seltene Sorte Mensch, die in eine kritische Situation mit keinem anderen Hilfsmittel, als seinem Verstand einzutreten vermag, sie analysiert und mittels seiner manipulativen Fähigkeiten und simplen, aber perfekten Informationsmanagements meistert.
Was die gut/böse-Diskussion betrifft, so möchte ich an Sayds Unterhaltung mit Ilana im Flugzeug erinnern: Ilana fragt, warum sie für jemanden wie Ben, laut Sayid ein Manipulator, Massenmörder etc., arbeiten wollen sollte. Und doch handeln beide in dem Glauben, ihre Anweisungen vom gleichen Boß zu beziehen und die gleichen Interessen zu vertreten. Auch Gewisenlosigkeit würde ich Ben nicht wirklich unterstellen: Sein blinder Glaube (, welcher gut in seiner Bewunderung für den Apostel Thomas zum Ausdruck kommt) ist die Basis seines Gewissens, und als dieser verloren geht, fühlt er sich - so mein Eindruck - um die Rechtfertigung für seine Handlungen betrogen. Ben tötet nicht zum Vergnügen. Er bringt Opfer als Beweis für seinen bedingungslosen Glauben. Und diese Tragik macht das andere Ende der Faszination aus, die dieser Charakter in sich birgt. Und natürlich ist da noch Emersons geniales Spiel. Die Besetzung ist für jemanden, der davon lebt, sträflich unterschätzt zu werden, absolut perfekt. |
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#12
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ist ja eigentlich auch egal ob und wie und was skrupellos soziopathenmuttersöhnchen komma satzbau kaputt egal Ben im endeffekt denn nun ist ... fakt ist: die darstellung durch Emerson hat ihn für mich zum interessantesten und auch beliebtesten LOSTcharakter gemacht ... denn an dieser stelle in meinem herzen tummeln sich eh so gut wie keine helden und gutgeister ... alles nur mörder, halunken, lügner und zynische misanthropen ...
ich find die guten meistens öde ... so wie Jack gerade durch den darsteller hat Ben (wie auch Locke & Faraday) viel mehr tiefe und charakter als zB Kate oder Jack ... die zwar eine story haben, aber den charakter nur teilweise rüberbringen können ...
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#13
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Ben (Emmerson) ist so heftig, dass ich mich überhaupt nicht in der Lage sehe, ein Urteil abzugeben. Damit natürlich direkt einer der unglaublichsten TV-Charaktere ever.
Ich finde es unfassbar, dass seine Fähigkeit andere zu manipulieren bis in meine Wohnung zu 100% funktioniert. Ich glaube, ich finde ihn immer genau so, wie er es gerade will. Ich mag ihn, verabscheue ihn, habe grenzenloses Mitleid und Verständnis, traue ihm ALLES auf der Welt zu; an Schrecklichkeiten oder auch Güte ... ich durchschaue ihn nullstens. Und ich habe noch nicht mal eine Idee, ob dass an Emmerson liegt oder am Drehbuch. |
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#14
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Quote:
Ich mag Ben und er tut mir leid. Als ich Klein Ben sah, wie er von seinem Vater gegen Sayid's Zelle geschmissen wurde, fand ich das ganz furchtbar. Ich frage mich oft wieviel weiß der erwachsene Ben davon noch? Hat er im Tempel nur den Schuß vergessen (wenn überhaupt) oder noch mehr? Die Geschichte mit seinem Geburtstag zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Ein Kind, das beschuldigt wird seine Mutter umgebracht zu haben, ich bitte euch, was ist dieser Vater für ein Sackgesicht!!! Wie soll er so je gelernt haben Empathie zu empfinden bei soviel Kälte? Er hat nun seine Insel, er liebt die Insel, weil er dort inzwischen durch die Anderen Anerkennung gefunden hat. Und schaut Euch Alex an, sie ist eine nette, junge Frau, sie ist nicht böse, also kann er sie soooo schlecht nicht erzogen haben, oder? Nein, Ben ist nicht von Natur aus böse, er hat vielleicht nichtmal eine bösartige Agenda. Er ist ein armer Kerl auf der Suche nach Ruhe in seinem Leben. Ich mag ihn.
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#15
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#16
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doch, gerade ... alles was er tut, geschieht unter anderem aus einem mordsmäßigen mutterkomplex heraus ... vatermord als symptom eines ödipalen komplexes ... weswegen er auch bei müttern mit kindern grundsätzlich plötzlich einknickt, sich in eine frau verliebt "who just looks like her" und sich ein leben lang für ihren tod verantwortlich fühlt
japp
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#17
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So isses. Und dazu kommt eben noch die allgemeine Auffassung, auch von Emerson selbst in einem Interview über seinen Charakter, das er Jacob als einen Ersatzvater angesehen hat und auch von diesem enttäuscht wurde - was auch den Ausraster unter der Statue erklärt (und auch sehr stimmig, meiner Meinung nach).
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#18
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Quote:
@Hollow Point: Nicht nur einen Ersatzvater, würde ich sagen, sondern einen idealisierten Übervater, der unantastbar ist, immer Recht hat und sich um seine Leute kümmert. Das kann ja nur in´s Auge gehen... |
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#19
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Ich kann euch nur zustimmen.
Ben ist für mich auch eine der interessantesten Figuren in Lost, und das nicht nur, weil er genial gespielt wird. Quote:
Ben finde ich mit am besten gelungen, denn ich kaufe ihm seine manipulativen Machenschaften zu 100% ab. Egal, wie oft er gelogen hat, egal, wie oft Losties bzw. Zuschauer beschließen, im keine 2cm weit zu trauen, irgendwie kriegt er einen immer wieder rum... ich glaub ich würde auch drauf reinfallen ich finde es sehr löblich, dass er so nett und harmlos wirkt und nicht der düstere Klischeebösewicht ist.
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#20
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Das ist ja wiederum das Beeindruckende an Hurley: Außer Sayid und Hurley bringt Ben die Rückkehrer durch das Drücken der richtigen Knöpfe dazu, wieder der Insel entgegenzufliegen. Bei Sayid hat er mit seiner Einschätzung gepatzt, aber Hurley hat er genau an der richtigen Stelle gepackt: Nie wieder lügen müssen. Und "Big H." hat es trotzdem geschafft, sich aus seinem Bann zu befreien...
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